WohnheimStuhr

Wohnen heißt Zuhause sein

Unser Wohnheim ist für die hier lebenden Personen der Ausgangspunkt für alle Lebensbereiche und stellt deren Lebensmittelpunkt dar. Es ist ein vertrauter Ort, an den sie immer wieder zurückkehren können. Hier leben Menschen zusammen, die sich sehr viel mehr als nur die Räumlichkeiten teilen, so werden Geburtstage und jahreszeitlich bedingte Feiertage gemeinsam gefeiert. Es werden zahlreiche Freizeitaktivitäten zusammen unternommen und der Alltag bewältigt. Die Bewohner erleben nicht nur gemeinsame Aktivitäten. Es werden sowohl Freude als auch Trauer in der Wohngemeinschaft ausgelebt und geteilt.

In den Wohngemeinschaften hat jeder Bewohner Raum für seine Privatsphäre. Alle lernen mit den positiven, aber auch mit den negativen Verhaltensweisen ihrer Mitbewohner umzugehen. Sie entwickeln so eine Vertrautheit untereinander. Das Ziel der Mitarbeiter ist es, jeden einzelnen Bewohner zu befähigen, ein eigenständiges Leben im Rahmen seiner Möglichkeiten zu führen.

Angebot

Aufzunehmender Personenkreis

Das Wohnheim bietet primär geistig behinderten Menschen, zum Teil auch mit zusätzlichen körperlichen Behinderungen, Beeinträchtigungen der Sinneswahrnehmung, psychischen Erkrankungen oder Verhaltensauffälligkeiten ein „Zuhause“. Alle aufzunehmenden Personen müssen eine externe Tagesstruktur (z.B. die Tätigkeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen) haben.

Bei Interesse an einem Wohnheimplatz besteht die Möglichkeit den Wohnheimbedarf bei der Lebenshilfe Syke aufnehmen zu lassen. Ansprechpartner ist hierfür entweder der Bereichsleiter für den Erwachsenenbereich oder die Einrichtungsleitung des Wohnheimes. Besteht die Möglichkeit einer Neubelegung innerhalb des Wohnheims, wird diese durch die Einrichtungsleitung in Absprache mit der Bereichsleitung entschieden. Die Kriterien für die Auswahl sind unter anderem: Zugehörigkeit des Bewohners zum Personenkreis, der laut Konzeption im Wohnheim betreut wird (siehe oben), Hilfebedarf des Bewerbers vor dem Hintergrund des Gesamthilfebedarfs der Wohngemeinschaft, der persönliche Hilfebedarf (vor dem Hintergrund der Kostendeckung), mögliche Auswirkungen auf das soziale Gefüge in der Wohngemeinschaft, Dringlichkeit der Wohnheimaufnahme, Verweildauer auf der Wohnheimbedarfsliste.

Grenzen der Aufnahme- und Wohnmöglichkeiten

Nicht aufgenommen werden geistig behinderte Menschen mit der Notwendigkeit ständiger ärztlicher und fachpflegerischer Betreuung. Weiterhin können geistig behinderte Menschen mit ausgeprägten Verhaltensauffälligkeiten, wie beispielsweise starken Weglauftendenzen, dissozialen Persönlichkeitsstörrungen oder Suchterkrankungen nicht aufgenommen werden.
Dies bedeutet, dass wir auch nicht in der Lage sind, unsere Leistungen bei einem veränderten Hilfebedarf in Richtung der zuvor genannten Personengruppe dahingehend anzupassen. Sollte sich der Hilfebedarf derart verändern, dass er dem Hilfebedarf der zuvor genannten Personengruppe entspricht, müssen wir den Wohn- und Betreuungsvertrag kündigen. Es besteht in diesen Fällen von Seiten der Lebenshilfe keine Verpflichtung, die Leistung entsprechend anzupassen.

Rechtliche Grundlagen

Im Wohnheim werden Menschen aufgenommen, die aufgrund ihrer geistigen und/oder mehrfachen Behinderung einen Anspruch auf Eingliederungshilfe nach dem Sozialgesetzbuch 12 haben.

Die erbrachten Leistungen im Wohnheim beruhen auf den Grundlagen

  • 1. des Heimgesetzes (HeimG) und der zum Heimgesetz ergangenen Verordnungen,
  • 2. und des SGB 12, §53 und §54.

Im „Wohn- und Betreuungsvertrag“, der zwischen jedem Bewohner, bzw. dem gesetzlichen Betreuer und der Lebenshilfe Syke abgeschlossen wird, werden die Rechte und Pflichten beider Partner vereinbart.

Die aufzunehmenden Personen sollten möglichst das 18. Lebensjahr vollendet und eine Tagesstruktur z.B. in einer Werkstatt für behinderte Menschen haben oder einer Arbeitstätigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt nachgehen.

Team

Das Team im Wohnheim Stuhr

Das Team der Mitarbeiter/innen setzt sich aus verschiedenen für den Behindertenbereich ausgebildeten Fachkräften zusammen. Das Wohnheim wird von einer Diplom-Sonderpädagogin geleitet. In allen drei Wohngruppen arbeiten pädagogische Mitarbeiter (dies sind z.B. Heilerziehungspfleger, Erzieher oder Sozialpädagogen), die von Gruppenhelfern und einer Hauswirtschaftskraft unterstützt werden. Nachts ist immer eine Nachtbereitschaft im Wohnheim. Zusätzlich sind ein Hausmeister, Reinigungskräfte und eine Büroassistenzkraft im Wohnheim beschäftigt. Regelmäßige Teambesprechungen mit sowohl pädagogischen wie auch organisatorischen Inhalten sowie Fortbildungen bilden einen wichtigen Anteil unserer Arbeit.

Betreuungszeiten

Die Betreuungszeiten orientieren sich an den Anwesenheitszeiten der Bewohner im Wohnheim. So gehören Wochenenden, Feiertage und Schließungszeiten der WfbM zu den regulären Betreuungszeiten. Außerdem gehören natürlich auch Zeiten des individuellen Jahresurlaubes sowie bei Krankheit zu den regulären Betreuungszeiten. Wochentags gehen zurzeit alle Bewohner in die Delme-Werkstatt in Leeste (WfbM) zur Arbeit bzw. besuchen dort die Fördergruppe. Die Bewohner werden morgens um ca. 07:15 Uhr abgeholt und kehren um ca. 16:00 Uhr (freitags ca. 14:45 Uhr) ins Wohnheim zurück.

Einzelne Bewohner haben sich (teilweise aus Alters- oder gesundheitlichen Gründen) dafür entschieden, nur noch in Teilzeit zu arbeiten und ihre Arbeitszeit auf eine 4-Tage-Woche reduziert. Daher ist an einem Wochentag ein festes tagesstrukturierendes Angebot im Wohnheim eingerichtet worden.

Um auf Krankheit und akut notwendige Arztbesuche von Bewohnern kurzfristig reagieren zu können, wird an allen Werktagen ein Tagdienst vorgehalten.

Freizeit

Freizeitmöglichkeiten im Wohnheim

In der Freizeit sollen sowohl Erholung und Entspannung als auch Aktivitäten (z.B. Sport, Weiterbildung) ihren Platz finden. Alle diese Möglichkeiten der Freizeitgestaltung bieten Raum für verschiedenste Erfahrungen, wie z.B. Selbstbestimmung über die freie Zeit, Spaß und Freude erleben, Selbstentfaltung, genügend Zeit und Muße haben („faul sein ohne schlechtes Gewissen“), Geselligkeit erleben u.v.m..

Jedem Bewohner soll genügend Freiraum bei der Gestaltung seiner Freizeit bleiben. Da sich die Freizeitgestaltung am Bewohner orientiert, ist es wichtig, dass genügend Raum für spontane Aktivitäten bleibt. Dies kommt besonders am Wochenende zum Tragen, wo spontan (nach Kriterien wie z.B. der Wetterlage oder der aktuellen Stimmung) die Freizeitangebote gestaltet werden.

Für die Freizeitgestaltung stehen allen Bewohnern im Wohnheim zwei Freizeiträume zur Verfügung. Beide Räume sind mit entsprechenden Möglichkeiten ausgestattet: z.B. ein Kickertisch, Sitzecke, PC, TV, Teeküche, Musikinstrumente, Heimtrainer etc.

Viele regelmäßige Angebote (sowohl im Wohnheim wie auch in benachbarten Vereinen) werden von den Bewohnern - je nach individueller Interessenlage – wahrgenommen. Einige Beispiele sind:

  • Turnen im Turnverein Brinkum
  • Volkstanz in der Tanzgruppe „Vergissmeinnicht“
  • Kreatives gestalten in der Kunstschule Stuhr
  • Computerkurs im Wohnheim
  • Kegeln - organisiert vom Behindertenbeirat
  • Freizeittreffs der Lebenshilfe Syke und der Kirchengemeinde
  • Lese- und Spielenachmittage, Walken, Radfahren … organisiert von ehrenamtlichen Mitarbeitern

Jeder Bewohner hat im Laufe des Jahres die Möglichkeit, verschiedene Angebote, wie z.B. Urlaubsfahrten, Tages- und Kurzausflüge sowie Workshops zu unterschiedlichen Interessengebieten wahrzunehmen oder auch einfach über einen längeren Zeitraum auszuspannen. Die Angebote werden sowohl intern vom Wohnheim als auch von externen Anbietern organisiert.

Kontakt

Wohnheim Stuhr
Breslauer Straße 2
28816 Stuhr/Heiligenrode

04206 44598-0
04206 44598-49
whstuhr@lebenshilfe-syke.de

Ansprechpartnerin

Anja Abels

Leiterin