22. September 2022Mitgliederversammlung 2022

Dr. Detlef Kayser, erster Vorsitzender der Lebenshilfe Syke e.V., gratuliert Birgit Meyer-Borchers (für den LandFrauenverein Freudenberg-Bassum e.V.), Horst Siemer und Heinrich Prüser (von links) für ihre 50-jährige Mitgliedschaft.

Auch in diesem Jahr trafen sich die Mitglieder der Lebenshilfe Syke in der Bewegungshalle der staatlich erkannten Tagesbildungsstätte Erlenschule. Der Verein hatte am 21. September zur jährlichen Mitgliederversammlung geladen. Der Einladung folgten 26 der insgesamt 357 Mitglieder. Zum Auftakt der Veranstaltung übernahm Dr. Detlef Kayser, der erste Vorsitzende des Vereins, das Wort. Auch das Jahr 2021 sei geprägt gewesen von der Corona-Pandemie, daraus folgende Schließungen und zusätzliche Betreuungen durch die Schließung der Delme-Werkstätten. Glücklicherweise gab es unter den Betreuten jedoch keine schweren Verläufe. „Dafür muss man unserem Personal ganz herzlich danken, dass sie diese Zeit so gut gemeistert haben“, so Kayser.

Ein weiterer Meilenstein im letzten Jahr war die Fertigstellung der Kindertagesstätte Sonnenschein in Schwarme. Die offizielle Einweihung fand coronabedingt jedoch erst in diesem Sommer statt. Auch darüber hinaus sei die Lebenshilfe Syke sehr gut ausgelastet: Inzwischen beschäftige die Organisation etwa 760 Mitarbeiter. „Die größte Einrichtung ist die Schulassistenz mit 160 Maßnahmen und auch die beiden staatlich anerkannten Tagesbildungsstätten Weserschule in Hoya und Erlenschule in Syke verzeichnen hohe Auslastungen bei den Schülerzahlen“, berichtet der Vorsitzende.

Ein auskömmliches Wirtschaftsjahr

Es folgte der Bericht von Geschäftsführer Volker Hinte zu den Jahresabschlüssen 2021. Das Bild der Jahresabschlüsse für Verein und gGmbH ist im Wesentlichen geprägt durch die Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Kindertagesstätte Sonnenschein im Sommer letzten Jahres. Dies führte naturgemäß zur Erhöhung der Bilanzsumme sowie zur Erhöhung der Kosten für Material und Personal einerseits und der Erträge für die erbrachten Betreuungsleistungen andererseits. Durch eine solide Finanzplanung zur Steuerung der Gelder wurde sichergestellt, dass die Lebenshilfe ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen konnte, ohne in Bedrängnis zu geraten.

Besonders freute den Geschäftsführer, dass die Lebenshilfe Syke in der Lage war, wie schon im Vorjahr, eine weitere steuerfreie Corona-Prämie an die Mitarbeitenden auszuzahlen, als Wertschätzung für ihr besonderes Engagement während der Pandemie. „Insgesamt war es ein auskömmliches Wirtschaftsjahr. Das Geld hat gereicht“, resümierte Hinte am Ende seines Vortrages.

Nach dem Bericht der Vereinsprüfer und der Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung entschieden die anwesenden Mitglieder positiv über zwei Satzungsänderungen. Zum einen zur Gemeinnützigkeitsreform: Hier hat das Jahressteuergesetz 2020 insbesondere im Bereich des Gemeinnützigkeitsrechts eine Reihe von Änderungen für steuerbegünstigte Körperschaften gebracht, von denen die Lebenshilfe Syke durch eine Satzungsänderung profitieren kann. Zum anderen ging es um den Wegfall der externen Kassenprüfer, da jährlich bereits eine sehr viel umfangreichere Prüfung durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erfolgt.

Ehrung der Mitglieder

Anschließend wurden einige Mitglieder für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt: Dazu zählten die anwesenden Horst Siemer, Heinrich Prüser und Birgit Meyer-Borchers als Vertreterin des LandFrauenvereins Freudenberg-Bassum e.V. Alle drei blicken auf eine 50-jährige Mitgliedschaft zurück. Ebenfalls 50 Jahre im Verein, jedoch nicht anwesend waren: Wilfried Heusmann, Jürgen Nicoley sowie die Kolpingsfamilie Twistringen. Seit 25 Jahren halten außerdem Dr. Jürgen Preckel und der TSV Barrien der Lebenshilfe Syke e.V. die Treue, ebenso beide bei der Versammlung in diesem Jahr nicht anwesend.

Als letzter Punkt auf der Tagesordnung stand ein Vortrag über ein Schul- bzw. Zeitzeugenprojekt in der Lebenshilfe Syke: Bei den „Digitalen Lernallianzen“ lösten Elftklässler in kleinen Teams Aufgaben, die von regionalen Unternehmen zuvor für diese Zielgruppe entwickelt wurden. Das Projekt begleitete die Jugendlichen über ein halbes Jahr im Berufsorientierungsunterricht. Organisiert wurde das Angebot von der Handwerkskammer Hannover Projekt- und Servicegesellschaft (PSG). Sechs Oberstufenschülerinnen der Graf-Friedrich-Schule in Diepholz entschieden sich im Frühjahr für die Aufgabe der Lebenshilfe Syke. Sie führten Interviews mit Zeitzeugen der Vereinsgründung und bereiteten die Ergebnisse medial, in Form eines Videos, auf. Dieses wurde auf der Versammlung präsentiert und steht demnächst auch auf der Website der Lebenshilfe Syke zur Verfügung.

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