29. März 2019Das Behindertentestament - wieso, weshalb, warum?

Dr. Andreas Salfer, Fachanwalt für Erbrecht

Es liegt die Tücke im Detail, was die Formulierung eines Testamentes angeht. Natürlich kommt es sehr  darauf an, welche Vorstellungen und Wünsche es seitens desjenigen gibt, der seinen Nachlass regeln möchte. „Es gibt kein Muster, das für viele passt. Individuell muss nach der besten Lösung gesucht und diese zu Papier gebracht werden“, sagte Dr. Andreas Salfer, Fachanwalt für Erbrecht aus Syke. Er machte in seinem Vortrag über das Behindertentestament vor rund 20 Interessierten deutlich, dass es oft sinnvoll ist, einen Experten hinzuzuziehen.

Dr. Salfer erläuterte verschiedene rechtliche Situationen an Beispielen aus der Praxis, insbesondere wenn es darum geht, ein Familienmitglied mit Behinderung Vermögen zu hinterlassen. Er ging kompetent und nachvollziehbar auf die Fragen ein und zeigte Möglichkeiten auf, wie eine Absicherung für die Hinterbliebenen nach dem Ableben aussehen könnte. Themen wie Patchwork-Familien, Alleinerziehende, der Einsatz eines Testamentsvollstreckers, Vererben an minderjährige Kinder, Nießbrauch und Hofrecht wurden unter anderem behandelt.

„Danke, dass Sie mir verständlich wichtige Punkte erläutert haben, die es zu beachten gilt. Das Kommen hat sich gelohnt“, sagte eine zufriedene Zuhörerin am Ende. Und ein Herr ergänzte: „Sie haben mir klar gemacht, dass ich mich beraten lassen muss. Ein toller Vortrag, vielen Dank.“ Die Veranstaltung hat die Stiftung Lebenshilfe Syke in den Räumen der Tagesbildungsstätte Weserschule in Hoya organisiert.

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